Heizen und Lüften

Sicher, die Wohnung in der kalten Jahreszeit regelmäßig zu heizen, kostet Geld. Doch einfach weniger zu heizen, ist keine gute Lösung. Das unten stehende Video erklärt, wie Sie Ihre Wohnung am besten heizen und lüften können.

 

Beschlagene Fenster vermeiden

Schimmelpilze lieben feuchte Luft. Sie wachsen bereits bei 60 Prozent relativer Luftfeuchte. Allein in einer Nacht gibt eine Person ca. 1,5 Liter Wasser ab, ein Vier-Personen-Haushalt täglich zwischen 12 und 20 Litern. Da ist eine Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent schnell erreicht. Ein erstes Alarmzeichen sind beschlagene Fensterscheiben. Ein Signal, auf das Sie aber nicht warten sollten.

 

Klüger ist es allemal, wenn Sie von Anfang an für einen regelmäßigen Luftwechsel in Ihrer Wohnung sorgen und die Raumtemperatur nicht unter 18 °C sinken lassen. So entwickelt sich erst gar nicht eine zu hohe Luftfeuchtigkeit. In gut gelüfteten Räumen sollte diese bei 45 bis 55 Prozent liegen. Wer falsch heizt und lüftet, fördert aber nicht nur die Bildung von Schimmelpilzen, sondern verschlechtert ebenso das Raumklima und zahlt zu viel Heizkosten.

 

Einerseits sparen Sie keine Heizkosten, wenn Sie morgens die Heizung herunterdrehen und abends wieder voll aufdrehen. Andererseits kann eine zu niedrige Raumtemperatur zu baulichen Schäden führen. Denn kühle Luft bindet weniger Feuchtigkeit und diese schlägt sich dann an den Außenwänden nieder. Durch die eindringende Feuchtigkeit verlieren die Wände ihre wärmedämmende Eigenschaft und sind außerdem ein idealer Nährboden für Schimmelpilze und Bakterien.

 

Mit Maßnahmen wie wärmedämmenden Fassaden, neuen Dächern und modernen Heizungsanlagen tragen wir dazu bei, den Energieverbrauch und die Heizkosten niedrig zu halten. Wenn Sie dann noch clever heizen und gezielt lüften, können Sie bares Geld sparen und gleichzeitig das Raumklima verbessern.


Wasser sparen

Wenn es allein ums Geld geht, fällt der Wasserverbrauch im Haushalt kaum so deutlich ins Gewicht wie etwa die Einsparpotenziale bei Heizung und Strom, denn der größte Anteil der Kosten für das Wasser sind Fixkosten, an denen sich kaum etwas ändern lässt. 

 

Ein überlegter und sparsamer Umgang mit der kostbaren Ressource ist aber dennoch sinnvoll: Schließlich ist Wasser ein wichtiges, wenn nicht sogar das wichtigste Lebensmittel überhaupt und für unsere Gesundheit von besonderer Bedeutung. Es ist durchaus möglich, ohne große Einbußen an Lebensqualität und Komfort auch mit einem geringeren Wasserverbrauch im Haushalt auszukommen.  

 

Hier finden Sie Tipps, wie Sie mit Wasser schonend umgehen können.

Für uns als Wohnungsunternehmen ist Wassersparen ein wichtiges Thema. Um Sie als Mieter dabei zu unterstützen, haben wir in vielen unserer Wohnungen Wasserzähler installiert. Mit den Zählern haben Sie stets eine exakte Kontrolle Ihres aktuellen Verbrauchs. Ein regelmäßiger Blick auf die Anzeige hilft Ihnen, den Verbrauch und die dadurch entstehenden Kosten besser einschätzen zu können.
 

  • Wer seinen Wasserverbrauch senken will, setzt am besten bei der Körperhygiene an. Schließlich werden 36 Prozent des durchschnittlichen täglichen Pro-Kopf-Wasserbrauchs von 127 bis 129 Litern beim Waschen, Duschen und Baden verbraucht. Duschen statt Baden ist eine sinnvolle und vor allem Wasser sparende Alternative: Mit einem Vollbad verbrauchen Sie etwa genauso viel Wasser wie für vier bis fünf ausgiebige Duschgänge. Auch wenn ein Bad gemütlich und entspannend ist, sollte es im Alltag die Ausnahme von der Regel sein. Unterm Strich lassen sich mit dem Prinzip "Duschen statt Baden" in Ihrem Haushalt bis zu zwei Drittel Wasser und zusätzliche Warmwasserkosten sparen.
  • Wussten Sie schon, dass durch einen tropfenden Wasserhahn täglich bis zu zwölf Liter Wasser ungenutzt durch den Abfluss rauschen können? In einem Monat kommen da schnell zwischen 300 und 350 Liter zusammen - eigentlich für nichts. Ein Grund, schnell Hand anzulegen und den Wasserhahn zu reparieren. In der Regel genügen wenige Handgriffe, um eine defekte Dichtung auszutauschen.

Energiepass

Der Energiepass soll helfen, die Wirtschaftlichkeit eines Gebäudes bzw. einer Wohnung zu verdeutlichen und damit Anstoß zum besseren Umgang mit Energie liefern.

Zwei unterschiedliche Versionen des Energieausweises finden in der Praxis Anwendung.

Es gibt zum Einen den bedarfsorientierten Energieausweis, der Wärme- und Anlageverluste sowie ein theoretisches Nutzerverhalten mit einem Normverbrauch pro m² Nutzfläche berechnet. Wichtig für eine korrekte Ermittlung dieser Daten ist die richtige Aufnahme der realen Gegebenheiten. Dabei passieren allerdings die meisten Fehler. Drei Faktoren, wie die falsche Aufnahme des Gebäudevolumens, die mangelnde Qualität der Gebäudehülle (Fassade) und die „Wirkung“ der Heizungsanlagen können Ergebnisse massiv verfälschen. 

 

Ganz anders sieht es hingegen beim verbrauchsbasierten Ausweis aus. Dieser berücksichtigt vor allem den realen Verbrauch in Verbindung mit einem realen Nutzerverhalten. Denn der beste Indikator für den Verbrauch ist der Verbrauch. Diese Daten sind jährlich wiederkehrend verfügbar. Eine Analyse der tatsächlichen Verbrauchsdaten liefert eindeutige Hinweise auf sogen. „Ausreißer“ nach oben und nach unten, sowohl auf der Wohnungsebene wie auch im Vergleich zwischen den Liegenschaften. Mit solchen Ergebnissen kann sowohl der Eigentümer als auch der Nutzer durch geeignete Feinsteuerungsmaßnahmen die Verbrauchssituation verbessern. Denn Energiesparen ist im doppelten Wortsinne auch „Ein-stellungssache“.